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Anno 1475 - Hüttenbauaktion ein voller Erfolg

Am Ferienprogramm „Anno 1475 - Bau deine eigene Mittelalterstadt", das in den Sommerferien in der Alten Kaserne stattfand, nahmen um die 60 Kinder teil. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit von Kreis- und Stadtjugendring (KJR und SJR) organisiert.
Neben dem Hüttenbau konnten die Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren die ganze Woche über an zahlreichen Workshops rund um das Thema Mittelalter teilnehmen. Dabei stand ihre Kreativität und Fantasie im Vordergrund und kannte (fast) keine Grenzen.

 

 

Ein Bericht aus der Landshuter Zeitung vom 07.09.2017:

Draußen wird gehämmert und gesägt, während an der „Schild und Schwert"-Station drinnen Waffen aus Pappe gebastelt werden. Auch die passenden mittelalterlichen Kleider schneidern sich die Kinder. Sie stellen Taschen her und binden Buchskranzerl. Tobias Rauch zeigt den Kindern verschiedene Gaukeleien - ganz getreu den Tricks der mittelalterlichen fahrenden Händler. Zum Zauber-Repertoire des zehnjährigen Anton zählen zum Beispiel verschiedene Knotenkünste. Mit seinen Künsten bewirbt er gleich „ein ganz neues Seil in seinem Sortiment".
Gabi Krägenbrink und Tobias Weger-Behl vom SJR sowie Helmut Lipfert und Magdalena Spateneder vom KJR sind die Leiter der Aktion. Über ein halbes Jahr haben die Vorbereitungen gedauert, bis von Betreuung und Mittagessen sowie Materialien für das Bauen und Basteln alles organisiert war. Umso mehr freut es sie, so viele Teilnehmer aus Stadt und Land in diesem Jahr dabei zu haben. Glücklich seien sie aber auch deshalb, weil das diesjährige Programm bei den Ferienkindern gut ankomme.
Etwa die Hälfte der Kinder kommen aus der Stadt, die Hälfte aus dem Umkreis. Auch fünf Flüchtlingskinder sind mit dabei. In der Küche, wo ein kleines Frühstück und das Mittagessen für die Kinder und Betreuer gekocht wird, arbeiten auch ehrenamtlich zwei Geflüchtete. „Das ist uns sehr wichtig", sagt Krägenbrink. „Deshalb haben wir Kontakt zum Haus international." Das verbaute Holz hat übrigens einen mittelalter-angehauchten Ursprung. Es stammt aus dem Abbruch vom Laho-Lager und wurde von der Zimmerei Mottinger kostenlos zur Verfügung gestellt. Andere Materialien wie Leder- und Stoffreste haben die Eltern mitgebracht.
Eine Woche lang werkeln die Kinder von halb zehn bis 16 Uhr auf dem Gelände der Alten Kaserne. Jeweils sechs bauen gemeinsam an einer Hütte. Unter den zehn Häuschen ist auch eine Taverne. In der „Teufelsschmiede" haben sich die kleinen Handwerker eine Werkstatt eingerichtet. Die Kinder gehen voll in ihren Rollen auf: So werden zum Beispiel in der Schmiede krumme Nägel für die anderen Stadtbewohner gerade gebogen. Trifft trotz aller Vorsicht der Hammer den Finger anstatt den Nagel, kümmert sich das Jugendrotkreuz um die kleinen Blessuren.
Der Bau des mittelalterlichen Dorfs ist aber noch nicht ganz abgeschlossen und die Kinder haben noch viele Ideen. „Wir versuchen natürlich zu helfen, wo es geht", sagt Michael Sandmeyer, der die Ferienkinder beim Hüttenbau unterstützt. „Manche wollen einen Gartenzaun, vielen ist ein sauberer Boden wichtig." Es gibt aber auch Wünsche, die nicht erfüllt werden können: „Einen zweiten Stock auf ein schon etwas wackeliges Häuschen zu bauen oder ein Ofen, der raucht, das ist natürlich schwierig umzusetzen", sagt Sandmeyer.
Alle arbeiten ganz emsig, denn: Am Freitag kommen die Eltern zu Besuch und können nicht nur die Hütten bewudern. Auch ein Spektakel wollen die Kinder aufführen, bevor schließlich die kreativste Hütte prämiert wird.

 

Auch zum besagten Abschluss-Spektakel hat die Landshuter Zeitung am 09.09.2017 berichtet:

Gestern war der letzte Tag des Ferienprogramms „Anno 1475 – Bau deine eigene Mittelalterstadt“ in der Alten Kaserne. Im Rahmen eines „Spectaculums“ haben die etwa 60 teilnehmenden Kinder zum Abschluss ihre Häuschen bei den Eltern vorgestellt, Kuchen, Getränke und Selbstgebasteltes verkauft und verschiedene einstudierte Schauspiele aufgeführt. Am Ende sollten die Hütten verteilt beziehungsweise versteigert werden. Viel Kreatives war bei den kleinen Handwerkern, Bastlern und Künstlern bei bestem Spätsommer-Wetter zu sehen. In der Mittelalterstadt, die durch eine Abstimmung den Namen „Antika“ erhalten hatte, gab es unter anderem eine Wechselstube für die eigene Währung: Ein krummer Nagel entsprach dabei einem Euro. Auch ein Kaufladen, eine Gaststätte und die Stadtwache war unter den kleinen Holzhütten. Dort wurden zum Beispiel Buchskränzchen oder handgemachte Taschen und Duftbeutel verkauft. Sehr erfolgreich waren dabei die neunjährige Lola, die zehnjährige Anna und die elfjährige Sarah: „23 Kräutersäckchen haben wir gemacht. Und jetzt haben wir nur noch sieben“, sagte Lola stolz. „Es war cool, dass wir solche Ideen frei umsetzen konnten“, sagte Anna. Beim „Spectaculum“ wurden dann die selbstgenähten und bemalten Mittelalterkleider, Stockkämpfe und weitere Schauspiele vorgeführt. Weil immer mehrere Kinder an einer Hütte gebaut haben, haben die Eltern zuletzt ausgemacht, in wessen Garten die zehn Häuschen in Zukunft stehen können.

 

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